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SWG übernehmen die Wasser-Betriebsführung in Sontheim

Jetzt übernehmen die Stadtwerke
Die Gemeinde Sontheim/Brenz macht bei der Wasserversorgung ihrer Einwohner jetzt gemeinsame Sache mit den Stadtwerken Giengen (SWG). Ein entsprechender Vertrag über die technische Betriebsführung des Sontheimer Wasserwerks wurde am 14. August von Bürgermeister Matthias Kraut und Stadtwerke-Geschäftsführer Tobias Koller unterzeichnet. Konkret bedeutet das: Statt eines bei der Gemeinde angestellten Wassermeisters kümmert sich nun ein externer Dienstleister um die Sontheimer Wasserförderung und -versorgung. Ist also beispielsweise ein neuer Anschluss nötig oder wird im örtlichen Leitungsnetz ein Leck entdeckt, sind jetzt die SWG der richtige Ansprechpartner.

Kein Wassermeister mehr
Die Überlegung, diesen Schritt zu gehen, kam im Sontheimer Gemeinderat bereits Ende vergangenen Jahres auf. Und zwar zum einen, weil die Stelle des bisherigen Wassermeisters neu zu besetzen war, und zum anderen, da sie SWG in Bezug auf Bereitschaftsdienste schon allein durch ihre Mitarbeiterzahl und Organisation punkten können. Bei Störungen etwa garantierten die Giengener Stadtwerke eine 24-Stunden-Verfügbarkeit, könnten jederzeit ohne Probleme ausrücken.

Kosten: minimal günstiger
Auswirkungen auf die Kosten hat dies überraschenderweise nicht. In einer Pressemitteilung äußerte sich auch Bürgermeister Matthias Kraut zu der Veränderung: „Ich bin der Überzeugung, dass kleinere Wasserwerke – wie unseres in Sontheim – nur dann bestehen können, wenn sie in ein System regionaler Partnerschaften eingebettet sind.“

Auch Nachbarn sind betroffen
Was die beiden Nachbargemeinden Medlingen und Bächingen mit dem Vertrag zu tun haben, ist relativ leicht erklärt. Da sie mit Sontheim den Zweckverband Wasserversorgung Brenzgruppe bilden, sind sie ebenfalls von der Umstellung betroffen. Denn: In dem Verband hat Sontheim die Betriebsführung inne, die sie nun ja an die Giengener Stadtwerke abgibt. Im Unterschied zu Sontheim wollen Medlingen und Bächingen ihre jeweiligen Ortsnetze allerdings weiterhin selbst durch einen Wassermeister betreuen. Für sie geht es bei der geschlossenen Kooperation also rein um die Wasser-förderung und die Verteilung über die Hauptleitungen bis zu einem Übergabeschacht ins Orts-netz. Aus diesem Grund bleiben für die Bächinger und Medlinger Bürger auch die Gemeinden der richtige Ansprechpartner. Die Sontheimer Bürger hingegen müssen sich bei technischen Fragestellungen künftig an die Giengener Stadtwerke wenden (Tel. 07322.96210). Ihre Rechnung erhalten sie im Normalfall aber nach wie vor aus dem Sontheimer Rathaus.

Zwei Tiefbrunnen schöpfen Wasser
Das Wasserwerk der Gemeinde Sontheim darf man sich nicht als Gebäude vorstellen, sondern vielmehr als die Summe aller technischen Anlagen zur Förderung von Wasser. Gemeint sind damit also etwa zwei Tiefbrunnen mit Förderstation sowie Verteilungsanlagen.

Machen jetzt gemeinsame Sache (von links): Sontheims Bürgermeister Matthias Kraut mit seinen Amtskollegen Roland Grandel (Bächingen) und Stefan Taglang (Medlingen) sowie Stadtwerke-Geschäftsführer Tobias Koller.